Produktion

14751. Eine filmische Andacht


  • 2004
  • Laufzeit 17 min f

Inhalt

Der Film "14751" ist eine filmische Meditation, ein Kunstwerk über ein Kunstwerk, die "Entschleunigung" des Films, kein Rekordversuch, sondern ein wohltuender Kontrast zu allen Entwicklungen in Film und Fernsehen. Der Künstler Johannes Heimrath vom "Now! - Ensemble" gedenkt mit 14751 Gongschlägen der Opfer der nationalsozialistischen Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein bei Dresden. Von 1940 bis 1941 wurden hier 14751 Menschen ermordet. Für jedes Opfer wurde ein Totenschein mit fingierter Todesursache erstellt. Es waren vorwiegend psychisch Kranke und geistig Behinderte, am Ende auch jüdische, polnische und deutsche Häftlinge aus Konzentrationslagern. Johannes Heimrath widmet 42 Stunden lang und ohne Unterbrechung jedem Opfer einen Gongschlag und wagt so einen Annäherungsversuch an das Unvorstellbare.

  • Bildende Kunst
    • Angewandte Kunst der Gegenwart
  • Ethik
    • Werte und Normen
  • Geschichte
    • Epochen
      • Neuere Geschichte
        • Faschismus und Nationalsozialismus
          • Verfolgung
  • Religion
    • Religiöse Lebensgestaltung
      • Grunderfahrungen
        • Tod
    • Religiöse Kunst
      • Theater
  • Spiel- und Dokumentarfilm
Drittes Reich (1933-45); Denkmal; Nationalsozialismus; Sterbehilfe; Erinnerung (Psychologie); Kunst; Gedenkstätte; Euthanasie (Nationalsozialismus); Erinnerungskultur; Gedenken; Performance (Kunst)
"14751" ist ein Film mit dessen Hilfe sich vor allem Lernziele im Ethik- und Religionsunterricht, aber auch im Rahmen der politischen Bildung, der Gedenkstättenarbeit oder im Kunst- und Geschichtsunterricht verfolgen lassen. Dabei sind mindestens drei wesentliche Zielrichtungen zu unterscheiden: Man kann mit diesem Film geschichtlich informieren: Über das Euthanasieprogramm der Nazis, konkret über das Euthanasieprogramm in Pirna-Sonnenstein. Zweitens kann der Film Bewusstsein für die Gegenwart der Vergangenheit schaffen, empathische Emotionen wecken und im religiösen Horizont als Ausgangspunkt für Meditation und Gebet dienen. Drittens ist er geeignet die Probleme, Möglichkeiten und Grenzen einer sowohl erinnernd-gedenkenden als auch künstlerischen Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Dritten Reichs zu thematisieren.
Allgemeinbildende Schule (8-13); Kinder- und Jugendbildung (14-18); Erwachsenenbildung
Deutsch

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